Mittwoch, 8. April 2009

#5 Konzert: Vienna Teng, Freiburg (05.04.)

Nachdem Vienna Teng in diesem Jahr mit Inland Territory mal wieder ein fantastisches Album abgeliefert hat, freute ich mich besonders auf die kommende Tour. Bereits vor zwei Jahren fuhr ich extra mit einem Freund zum Konzert nach Darmstadt. Deshalb war dieses Jahr meine Freude um so größer, als ich erfuhr, dass ich diesmal eine bei weitem weniger lange Fahrt vor mir haben würde. Außerdem war die Location- das Jazzhaus in Freiburg- vielversprechend: ein kleiner Gewölbekeller, der ein intimes Konzert im kleinem Rahmen vermuten ließ. Und genau das wurde es auch. Vienna Teng betrat pünktlich um acht Uhr die Bühne, gefolgt von zwei Herren: zum einen Alex Wong, der auch Produzent ihres Albums war und Vienna mit allerlei Instrumenten, vor allem aber am Schlagzeug unterstützte. Ich kannte ihn bereits vom letzten Konzert, an dem er sich als absolutes Riesentalent zeigte. Unfassbar, was der Mann kann. Zum Beispiel mit der einen Hand auf das Glockenspiel einhämmern und mit der anderen in einem total anderen Rhythmus Schlagzeug spielen. Neben Vienna Teng an Klavier und Orgel und Alex gab es noch einen Cellisten bzw. Gitarristen, der mit seinen roten Haaren neben den anderen beiden, eher asiatisch aussehenden Personen beinahe wie ein Stilbruch wirkte. Aber auch er war wirklich sehr gut. So bestritten die Drei den Abend mit unglaublich sympathischem Charme, der lediglich von einer kurzen Pause unterbrochen wurde (kommt es mir nur so vor, oder wird mittlerweile öfter an Konzerten eine Pause gemacht, als früher?). Die Stimmung war auf jeden Fall ausgezeichnet und ich glaube fast, dass das Jazzhaus ausverkauft war. Es war auf jeden Fall rappelvoll. Die Setlist bestand vor allem aus Titeln vom neuen Album und seinem Vorgänger. Mir kam das sehr gelegen, da ich diese auch die Besten finde (wer sie noch nicht hat: beides absolute 5 Sterne Alben!!!). Obwohl das Konzert das letzte der ausgiebigen Deutschlandtour war, gab es keine Spuren von Lustlosigkeit oder Ermüdung seitens der Band, und auch das Publikum klatschte begeistert mit. Vienna Teng erzählte dann auch, dass die Band ungern Deutschland wieder verlassen wolle (ok, solche Sachen sagen ja viele, aber ich hatte den Eindruck, dass es tatsächlich stimmte). Als letztes Lied der regulären Setlist sang Vienna Teng ohne Mikrofon „Soon, Love, soon“, mit dem Publikum als Hintergrundchor. Sehr schön und stimmungsvoll war das Ganze, und es hätte wahrscheinlich nicht viel gefehlt, dass die Leute ihre Feuerzeuge rausgeholt hätten (vielleicht sollte ich doch Raucher werden???). Toll fand ich auch, dass viele Teile von Liedern mit Hilfe eines kleinen Aufnahmegerätes aufgezeichnet und so in Schleife wieder in den jeweiligen Titel eingebracht wurden. Weil einfach nur ein vorgefertigtes Band abspielen kann ja jeder (buuuuh, Howie Day!). So war es eine echte Bereicherung.
Als Zugaben gab es dann noch zwei Coverversionen von Radiohead und Simon & Garfunkel, aber eben auf Vienna Teng-Art.
Danach hätte man sich noch Autogramme der Band geben lassen können, wenn nicht alle CD´s komplett ausverkauft gewesen wären. Das sagt doch einiges darüber aus, wie das Konzert den Leuten gefallen hat. Zum Glück hatte ich das Album bereits. Am Ende wurden von manch Einem sogar noch die Poster von den Wänden gerissen, um eine Unterschrift zu ergattern.

Also mal wieder ein wunderschöner, gelungener Abend. Da kann ich nur noch sagen: Jederzeit wieder.

Übrigens habe ich gleich nach Ankunft bemerkt, dass ich meine Kamera mit leerem Akku eingepackt habe, deshalb leider keine Fotos. Man lernt eben immer dazu.

2 Kommentare:

  1. schade, ein paar fotos hätten deinen schönen bericht bestimmt wunderbar garniert. ich bin, muss ich zugeben, kein teng fan. obwohl sich live ja doch meist anders verhält als der tonträger sich gibt.

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  2. das stimmt, live kommt sie nochmal deutlich authentischer rüber. das mit der kamera ärgert mich schon, aber es war mir eine lehre ;o)

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