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Dienstag, 25. August 2009

#37 Neu auf den Ohren: Dolores O'Riordan - No Baggage

Wer erinnert sich nicht an die gloriosen Zeiten der Cranberries. Natürlich an "Zombie" aber auch an starke, wunderschöne Titel wie etwa "Empty"

Neu auf den Ohren gibt es jetzt das zweite Studioalbum der ehemaligen Cranberries-Sängerin Dolores O'Riordan "No Baggage".

Wie gerne würde ich nun schreiben, das O'Riordans stimmliche Stärke und Besonderheiten dieses Album zu etwas wunderbarem machen, dass sie solo an die Cranberries Zeiten anknüpfen kann, oder zumindest an ihr erstes Soloalbum. Doch leider ist das genaue Gegenteil der Fall. 

"No Baggage" ist ein überproduziertes, schludriges Popalbum geworden. O'Riordans Stimme, das Erkennungsmerkmal schlechthin, ist absolut in den Hintergrund gerückt und wirkt so unscheinbar wie sie nur wirken kann. Auch Instrumental ist das Album überladen, so wird alles in Grund und Boden gespielt. Eine feine Instrumentenauswahl scheint nicht stattgefunden zu haben, daher wirkt alles gleichförmig und langweilig. Der reinste Einheitsbrei. Ums deutlich zu sagen: Viel zu viel "Baggage" hat sich Frau O'Riordan da aufgeladen. 

Kurz gesagt: dieses Album fügt sich wunderbar in die unscheinbare Musik schlechter Radiosender ein, taugt auch sicher als Hintergrundmusik in Cafés oder zum Bügeln, ernsthaft als gut kann man es aber nicht bezeichnen. Genauer gesagt findet sich nicht ein einziger Lichtblick, kein einziger Titel lässt aufhorchen.

Daher:

Nullkommafünf von Fünf (imaginären) Sternen

Mittwoch, 1. April 2009

#7 Neu auf den Ohren: A Camp - Colonia

Ganze acht Jahre ist es her, seit sich Nina Persson, besser bekannt als die Stimme der Cardigans aufmachte, ein Soloprojekt mit Namen "A Camp“ ins Leben zu rufen. Das damalige Debutalbum enttäuschte aber eher und konnte wohl am ehesten noch Fans ihrer Stammband begeistern. Mich langweilte es über weite Passagen zu Tode. Dementsprechend skeptisch war ich nun dem Nachfolger gegenüber. Aber ich stelle fest: es geht nun doch etwas lebendiger zu. Auffallend ist die reichere Instrumentierung, die die glasklare Stimme Perssons in eine hübsche Soundkulisse bettet. Um wohl auf Nummer sicher zu gehen, holte man sich noch Verstärkung von einigen namhaften Kollegen ins Haus: Joan Wasser (von Joan As A Policewoman), James Iha (ex Smashing Pumpkins & A Perfect Circle), Mark Linkous (Sparklehorse) und Anna Ternheim (jaha, ich dachte auch „Hurra“, aber sie ist leider kaum herauszuhören). Meiner Meinung nach ist eine deutliche Steigerung zum Vorgänger durchaus vorhanden. Insgesamt bleibt aber auch nicht sonderlich viel hängen und man hätte sich ruhig etwas mehr trauen können. So bleibt doch jeder Song sehr vorhersehbar.

Wer was für Nebenher sucht, ist hier bestimmt richtig. Für anspruchsvollere Hörer – und das seid ihr ja bestimmt ;o) - dürfte doch relativ schnell gähnende Langeweile aufkommen.

Alles in allem: ganz nett.

3 von 5 Sternen

Hier als Nachschlag noch die aktuelle Single "Stronger Than Jesus"






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