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Donnerstag, 12. November 2009

#17 Konzert: Die drei ??? und der seltsame Wecker - Live And Ticking

Mal ein Konzert der etwas anderen Art gab es gestern für uns beide zu erleben: die drei ??? live. Wir, die – wie viele andere - mit Justus, Bob und Peter praktisch aufgewachsen sind, waren über Wochen und Monate schon voller Vorfreude. Gestern Abend war es dann endlich soweit: in der voll besetzten Freiburger Rothausarena gaben sich die Originalsprecher Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich und Jens Wawrczeck die Ehre und bescherten uns einen Abend, der nicht bunter hätte sein können.
 
Nachdem wir uns am Merchandisingstand mit gut der Hälfte des Katalogs eingedeckt hatten, ging es pünktlich um 20:00 Uhr los. Musiker, Geräuschemacher und Erzähler betraten die Bühne, gefolgt von einem turbulenten Erscheinen von den drei Detektiven im schicken Overall, den sie aber bald gegen noch schickere Anzüge tauschten. Die Episode, die wir zu erwarten hatten, kannte wahrscheinlich jeder der Anwesenden, und doch war die Handlung um den seltsamen Wecker um viele Szenen erweitert worden. Vor allem lustige Sequenzen und eine Gesangseinlage ließen mich Tränen lachen. Auch die Nebenrollen waren hervorragend besetzt, wodurch es problemlos ging, mehrere Rollen gleichzeitig von nur einem Sprecher darstellen zu lassen. Da gab es zum Beispiel eine durchgedrehte Tantralehrerin, eine wütende Hausfrau, eine Katzenlady, einen extrem schläfrigen Besitzer eines Uhrengeschäfts, einen zu allen Gewalttaten bereiten Spanier und viele mehr. Geräuschemacher und Musiker lieferten dazu eine Stimmungsvolle Kulisse, hinterleuchtet von einer großen LED-Leinwand, auf der abwechselnd das Bild des Weckers, die Fragezeichen oder auch Teile der Auflösung des obligatorischen Rätsels eingeblendet wurden. Besonders hervorzuheben sind natürlich auch die schauspielerischen Qualitäten der Sprecher, die – hervorragend aufeinander eingespielt- mit passender Mimik und absolut sympathisch der Geschichte eine Seele einzuhauchen vermochten. Ein komplett gelungener, gute zwei Stunden dauernder Abend, an dem Erwachsene wieder Kinder sein durften. Besonders gelungen (und natürlich einen einträglichen Marketingeinfall) fand ich im Übrigen die Idee, den Mitschnitt des Abends gleich danach auf USB-Sticks zu verkaufen. Sollte es öfter geben.


Mittwoch, 8. April 2009

#5 Konzert: Vienna Teng, Freiburg (05.04.)

Nachdem Vienna Teng in diesem Jahr mit Inland Territory mal wieder ein fantastisches Album abgeliefert hat, freute ich mich besonders auf die kommende Tour. Bereits vor zwei Jahren fuhr ich extra mit einem Freund zum Konzert nach Darmstadt. Deshalb war dieses Jahr meine Freude um so größer, als ich erfuhr, dass ich diesmal eine bei weitem weniger lange Fahrt vor mir haben würde. Außerdem war die Location- das Jazzhaus in Freiburg- vielversprechend: ein kleiner Gewölbekeller, der ein intimes Konzert im kleinem Rahmen vermuten ließ. Und genau das wurde es auch. Vienna Teng betrat pünktlich um acht Uhr die Bühne, gefolgt von zwei Herren: zum einen Alex Wong, der auch Produzent ihres Albums war und Vienna mit allerlei Instrumenten, vor allem aber am Schlagzeug unterstützte. Ich kannte ihn bereits vom letzten Konzert, an dem er sich als absolutes Riesentalent zeigte. Unfassbar, was der Mann kann. Zum Beispiel mit der einen Hand auf das Glockenspiel einhämmern und mit der anderen in einem total anderen Rhythmus Schlagzeug spielen. Neben Vienna Teng an Klavier und Orgel und Alex gab es noch einen Cellisten bzw. Gitarristen, der mit seinen roten Haaren neben den anderen beiden, eher asiatisch aussehenden Personen beinahe wie ein Stilbruch wirkte. Aber auch er war wirklich sehr gut. So bestritten die Drei den Abend mit unglaublich sympathischem Charme, der lediglich von einer kurzen Pause unterbrochen wurde (kommt es mir nur so vor, oder wird mittlerweile öfter an Konzerten eine Pause gemacht, als früher?). Die Stimmung war auf jeden Fall ausgezeichnet und ich glaube fast, dass das Jazzhaus ausverkauft war. Es war auf jeden Fall rappelvoll. Die Setlist bestand vor allem aus Titeln vom neuen Album und seinem Vorgänger. Mir kam das sehr gelegen, da ich diese auch die Besten finde (wer sie noch nicht hat: beides absolute 5 Sterne Alben!!!). Obwohl das Konzert das letzte der ausgiebigen Deutschlandtour war, gab es keine Spuren von Lustlosigkeit oder Ermüdung seitens der Band, und auch das Publikum klatschte begeistert mit. Vienna Teng erzählte dann auch, dass die Band ungern Deutschland wieder verlassen wolle (ok, solche Sachen sagen ja viele, aber ich hatte den Eindruck, dass es tatsächlich stimmte). Als letztes Lied der regulären Setlist sang Vienna Teng ohne Mikrofon „Soon, Love, soon“, mit dem Publikum als Hintergrundchor. Sehr schön und stimmungsvoll war das Ganze, und es hätte wahrscheinlich nicht viel gefehlt, dass die Leute ihre Feuerzeuge rausgeholt hätten (vielleicht sollte ich doch Raucher werden???). Toll fand ich auch, dass viele Teile von Liedern mit Hilfe eines kleinen Aufnahmegerätes aufgezeichnet und so in Schleife wieder in den jeweiligen Titel eingebracht wurden. Weil einfach nur ein vorgefertigtes Band abspielen kann ja jeder (buuuuh, Howie Day!). So war es eine echte Bereicherung.
Als Zugaben gab es dann noch zwei Coverversionen von Radiohead und Simon & Garfunkel, aber eben auf Vienna Teng-Art.
Danach hätte man sich noch Autogramme der Band geben lassen können, wenn nicht alle CD´s komplett ausverkauft gewesen wären. Das sagt doch einiges darüber aus, wie das Konzert den Leuten gefallen hat. Zum Glück hatte ich das Album bereits. Am Ende wurden von manch Einem sogar noch die Poster von den Wänden gerissen, um eine Unterschrift zu ergattern.

Also mal wieder ein wunderschöner, gelungener Abend. Da kann ich nur noch sagen: Jederzeit wieder.

Übrigens habe ich gleich nach Ankunft bemerkt, dass ich meine Kamera mit leerem Akku eingepackt habe, deshalb leider keine Fotos. Man lernt eben immer dazu.





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