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Dienstag, 3. November 2009

#16 Konzert: Mumford & Sons, München

Das gestrige Konzert im Atomic zeichnete sich schon im Vorfeld durch eine Besonderheit aus: die Tickets konnten ausschließlich gewonnen werden. Hier gleich nochmals mein Dank an die holden Spender und die Vermittlerin. Dank euch durften ich und meine Begleiterin einen wunderschönen, lauten Abend erleben.

Bis um Viertel nach Neun wartet das gerammelt volle Atomic und das bunte Instrumentensammelsurium auf die vier Herren aus London. So finden sich diverse Akustikgitarren, Bässe, einen Kontrabass, ein Keyboard, eine Quetsche, ein Banjo, Mandoline, Schlagzeug sowie eine Pedal Steel Gitarre.

Als dann Mumford & Sons die Bühne betreten, das Publikum jubelnd, beginnen sie mit "Sigh No More". Die typische Bühnenhirarchie mit dem Sänger vorne wird aufgehoben, so stehen alle vier nebeneinander. Ein schönes Bild.

Während der guten Stunde die das Konzert dauert zeigt sich die Newcomer Band als tolle Musiker und sympatische Erzähler. So wird viel gelacht, auf und vor der Bühne. Professionell spielen sie ihr gesamtes Dabutalbum, außerdem zwei zusätzliche Titel, das neue "Whispers in the Night" und "Sister" unplugged, ein wunderschöner Moment übrigens.

Absolut überzeugend spielen die vier Londoner ihre Instrumente. Das Schlagzeug bleibt eher Deko, da 1) Marcus Mumford mit seinen Füßen die große Trommel und auch einen Schellenring bedient. So schaffte die Combo eine volle und laute Klangwelt. Doch auch leise Töne waren an der Tagesordnung, schöne Pianoklänge und natürlich immer wieder das Banjo.

Das Münchner Publikum war ganz wunderbar, so wurde getanzt, gelacht und auch mitgesungen. Und das, obwohl das Album erst seit kurzem in Deutschland veröffentlich ist. Selbst nach der regulären Zugabe verebbte der Jubel nicht, so dass die Band das erste Mal ihrer Karriere (nach eigener Aussage) eine zweite Zugabe spielte. Das erhöhte den Sympathiefaktor der Männer nochmals.

Für diese absolut überzeugende Darbietung verdient die relativ neue Band den allergrößten Respekt. Live lohnt es sich definitiv, die Mumford & Sons zu hören, ich verspreche einen schönen, lustigen Abend. 

Die akustische Zugabe "Sister" als Schmankerl obendrauf, gefilmt von Sara.

Samstag, 24. Oktober 2009

#45 Neu auf den Ohren: Mumford & Sons - Sigh No More

Bevor ich mich in den nächsten Wochen ausführlich über Winterliche- bzw. Weihnachtsveröffentlichungen auslassen werde, stelle ich euch nun aber noch einen heißen Anwärter aud die CD des Jahres vor: Mumford & Sons mit ihrer Debutplatte "Sigh No More".

Die EP liess schon im Vorfeld hoffen, doch diese Hoffnung haben die vier Herren aus London weit übertroffen. Okay, da sie aus dem musikalischen Umfeld von Laura Marling oder Noah and the Whale kommen, ist dies vielleicht für einige keine größere Überraschung, doch wer hätte gedacht, dass sie ihre musikalischen Kollegen sogar übertreffen?

Mit einer Mischung aus Bluegrass, Alternative und Folk zeigen sie nun was sie können. Das heißt im Klartext: viel Gitarre und Banjo, Kontrabass und Quetsche. Vereinzelt findet man dann auch noch weitere Streicher, Klavier, Trompeten u.ä. 

Althergebrachtes lassen Mumford & Sons mit ihrer Instrumentierung wiederaufleben, selten hört man heute so viel Banjo auf einer neuen CD. Trotzdem führen sie es in die heutige Zeit, drücken ihrer Musik einen ganz eigenen Stempel auf: Wiedererkennungwert = 100%

Die zwölf Titel des Albums glänzen durch eine Verschiedenheit, jedes steht für sich und ist gleich wichtig. Schnell merkt man aber doch, dass trotzdem alles zusammenhängt, dass es sich lohnt alles in einem Lauf zu hören, dass es bei jedem Hören wächst. Gemeinsam haben alle Titel eins: sie sind stark melodiös, und hier ist es egal ob es eine schnelles oder langsames Lied ist, ob es um Liebe oder Schmerz geht... Außerdem wird alles zusammengehalten durch die raue und doch eingängige Stimme von Marcus Mumford, zu der mir kein geeigneter Vergleich einfällt (Jan Wigger schreibt auf spiegelonline zwar, dass er sich nach Michael Stipe anhört, das finde ich aber in keinem Fall). 

"Sigh no More" hat etwas Erhabenes, etwas Perfektes da alles passt, da es rein gar nichts auszusetzen gibt. Ein Album zum mitreißen lassen.  Die erste Single "Little Lion Man" reißt mit und doch, müsste ich eine Favoriten wählen, dann wäre es das einfach perfekte "White Blank Page"

Für ein perfektes Album (ja, das gibt es) gibt es natürlich

Fünf von Fünf (imaginären) Sternen








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