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Dienstag, 27. Oktober 2009

#46 Neu auf den Ohren: Bob Dylan - Christmas in the Heart

Ja, ich denke Bob Dylan ist eine Legende, ein grandioser Musiker und Texter und doch: "Christmas In The Heart" ist die reinste Katastrophe.

Wie schon angekündigt kommen nun einige von mir gehörte Weihnachtsalben. Als ich hörte, dass sich dieses Jahr Bob Dylan zur Riege der geltungsbedürftigen, aus Weihnachten profitschlagenden Künstlern gehört, musste ich mich schon sehr wundern. 

Da ich Bob Dylan eben für ein Genie halte, habe ich mir dann auch dessen Weihnachtsalbum angehört. Auch wenn schon im Vorfeld die Trackliste bei mir für Verwunderung sorgte, da es sich allesamt um sehr bekannte, typisch amerikanische Weihnachtslieder handelte, an die sich Herr Dylan da ranwagte. Und sowas geht ja meistens schief.

Doch zuerst zum positiven: Das Cover, sehr "vintage", ist wenigstens recht schön. Schon bei den ersten Klängen wird mir dann klar, dass Bob Dylan wirklich und ernsthaft versuchte, ein sehr klassische Weihnachtsalbum zu schaffen, so fühlte ich mich sofort, dank Backroundsängerinnen und Instrumentierung, an die 50er Jahre erinnert. Doch das Problem ist einfach: Bob Dylan hat für ein Weihnachtsalbum im Stil der 50er Jahre schlicht die falsche Stimme. So krächtst er auch hier in typischer Dylan Manier, doch in diesem Fall wirk dies einfach nur lächerlich. So verwundert es nicht, dass ich bei den ersten Liedern vor mich hinlachte, so sehr erinnerte mich das Gehörte an eine Persiflage eben dieser klassischen Weihnachtslieder, doch so soll es wohl nicht gemeint sein. So ist fraglich, was der Musiker mit diesem Album bezwecken wollte, denn Geld hat er wohl genug. Vielleicht kann man es der Einfachheit halber einfach auf sein Alter schieben um nicht den musikalischen Respekt vor ihm zu verlieren.

Für dieses wirklich miese Album:

Einen von Fünf (imaginären) Sternen (und den einen gibts auch nur weils zum Lachen verleitet und weil die Erlöse gespendet werden).

 

Freitag, 25. September 2009

#39 Neu auf den Ohren: Dawn Landes - Sweet Heart Rodeo

Obwohl bisher meist wirklich viel versprechende Musik von Dawn Landes veröffentlicht wurde, ist dies bei ihrem neuen Album Sweet Heart Rodeo nicht der Fall. Mit "Young Girl" beginnt es eigentlich noch recht flott. Dann wird es bei "Romeo" schon etwas lahm. "Money In The Bank" ist ein richtiger Lichtblick und ließ mich doch noch auf Gutes hoffen. Doch mit Fortschreiten des Albums wird jegliche Hoffnung zerstört. Die folgenden Titel könnten nicht beiläufiger und langweiliger klingen. "Clown" zum Beispiel ist ein absoluter Tiefpunkt. Gerade zu Zeiten, in denen es relativ einfach ist, viele gute Singer/Songwriter im Internet zu entdecken, sehe ich keinen Grund, sich noch länger mit diesem öden und uninspirierten Album näher zu beschäftigen. Deshalb eineinhalb Sterne und vielleicht lieber das 2006er Werk Fireproof auflegen, das hatte noch Biss. Sweet Heart Rodeo dagegen leider nicht.
Ach ja, hier noch Myspace

Dienstag, 25. August 2009

#37 Neu auf den Ohren: Dolores O'Riordan - No Baggage

Wer erinnert sich nicht an die gloriosen Zeiten der Cranberries. Natürlich an "Zombie" aber auch an starke, wunderschöne Titel wie etwa "Empty"

Neu auf den Ohren gibt es jetzt das zweite Studioalbum der ehemaligen Cranberries-Sängerin Dolores O'Riordan "No Baggage".

Wie gerne würde ich nun schreiben, das O'Riordans stimmliche Stärke und Besonderheiten dieses Album zu etwas wunderbarem machen, dass sie solo an die Cranberries Zeiten anknüpfen kann, oder zumindest an ihr erstes Soloalbum. Doch leider ist das genaue Gegenteil der Fall. 

"No Baggage" ist ein überproduziertes, schludriges Popalbum geworden. O'Riordans Stimme, das Erkennungsmerkmal schlechthin, ist absolut in den Hintergrund gerückt und wirkt so unscheinbar wie sie nur wirken kann. Auch Instrumental ist das Album überladen, so wird alles in Grund und Boden gespielt. Eine feine Instrumentenauswahl scheint nicht stattgefunden zu haben, daher wirkt alles gleichförmig und langweilig. Der reinste Einheitsbrei. Ums deutlich zu sagen: Viel zu viel "Baggage" hat sich Frau O'Riordan da aufgeladen. 

Kurz gesagt: dieses Album fügt sich wunderbar in die unscheinbare Musik schlechter Radiosender ein, taugt auch sicher als Hintergrundmusik in Cafés oder zum Bügeln, ernsthaft als gut kann man es aber nicht bezeichnen. Genauer gesagt findet sich nicht ein einziger Lichtblick, kein einziger Titel lässt aufhorchen.

Daher:

Nullkommafünf von Fünf (imaginären) Sternen

Freitag, 29. Mai 2009

#21 Neu auf den Ohren: Iron & Wine - Around the Well

Diese Kritik wird kurz sein. Kurz und sehr schmerzhaft (zumindest für Iron & Wine).

Ihr neues Doppelalbum "Around the Well" gibt es seit 19.05. zu erwerben und  ich (wie viele andere sicher auch) war gespannt. Gespannt auf den Nachfolger von so grandiosen Alben wie Our Endless Numbered Days und wunderbaren Titeln wie "Woman King".

Doch schon nach kurzem Reinhören hatte ich eine Befürchtung die sich bestätigen sollte: Das neue Album ist 1) langweilig, 2) ohne Höhepunkte und 3) quälend lang. Während man sich beim 5. Lied gähnenderweise fragt, ob es sich noch um das Erste handelt (so gleichförmig läuft die Musik an einem vorbei), fragt man sich spätestens beim 8. wann es denn nun endlich vorbei ist (um dann festzustellen das man es nicht einmal durch die erste CD geschafft hat).

Liebe Iron & Wine, diese Kritik tut mir (als ehrliche Bewunderin eurer Musik) leid, sie entspricht aber eben der traurigen Wahreheit. Nun ja, wir hoffen einfach weiter auf das nächste!

Daher:

Einen (und den auch hnur wegen meiner Grundzuneigung zur Band) von Fünf Sternen

Mittwoch, 8. April 2009

#10 Neu auf den Ohren: Neil Young - Fork in the road

Freudig erregt war unsereins als ich durch Zufall die neue Neil Young CD "Fork in the Road" im Regal eines Elektronikmarkts entdeckte. Davon wusste ich nichts, umso besser war natürlich die Freude nach der Entdeckung. Gott sei Dank habe ich von der Idee eines Spontankaufs abgesehen und die CD erstmal Zuhause angehört.

Ich glaubte meinen Ohren nicht zu trauen, denn die Musik verhält sich wie das Cover, sie ist hässlich. Mal abgesehen von dem tollen Hut den Neil trägt, aber auch auf der CD gibt es wenigstens kleinere Lichtblicke.

Was soll man nun schreiben über einen der genialsten Songschreiber EVER? Den Mann der so Geniestreiche wie "After the Goldrush", "A man needs a Maid" und viele, viele bekannte Klassiker geschrieben und atemberaubend vertont hat, erfindet sich in diesem Album neu. Nur, neu ist leider nicht gleich gut!

Das ganze Übel der Platte charakterisiert ein Song besonders gut: das abscheuliche "Cough up the Bucks" das Mr. Young geradezu ins Mikroskop würgt. Da fragt sich meinereiner: Warum isst der gute Mann denn Geld? Und hoffentlich hat es bald ausgehustet, damit man wieder seine schöne Stimme hören kann. Außerdem: Wenn er zuviel hat, dann biete ich mich gern als Abnehmerin an. Oder: Warum hat er es nicht in eine bessere Produktion gesteckt, die ihm vielleicht verboten hätte durch eine Art Megaphon zu singen. Denn er könnte es doch noch immer. Ansatzweise zeigt er sein Können und seine frühren Qualitäten in Liedern wie "Light a Candle". Sanfte, countryhafte Gitarrenbegleiten zu einer gealterten, aber noch immer tollen, typischen Stimme. Aber auch dem Titelsong "When the World Collides" kann man einiges abgewinnen, muss man aber eben nicht.

Nun ja, jeder hat ein Recht auf Fehlschläge, auch Neil Young. Nun hoffe ich aber, dass du an deiner nächsten "Fork in the Road" (Wordspiel ahoi) die richtige Abzweigung findest und nicht wie in diesem Fall auf Irrwege gerätst.

Für dieses Trauerspiel daher leider nur

Einskommafünf von fünf (imaginären) Stern

Hier noch ein Beispiel, den titelgebenden Song "Fork in the Road" und ja, zugegeben, ein sehr witziges, charismatisches Video!






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