Mittwoch, 22. April 2009

#11 Neu auf den Ohren: Maria Taylor - LadyLuck

Groß war meine Spannung und Vorfreude auf das neue Album LadyLuck von Maria Taylor, da ich sowohl die Musik von Azure Ray, als auch ihr letztes Album Lynn Teeter Flower sehr gern höre. Also, ich will es mal so formulieren: von der Stimme her klingt sie gut wie immer. 

Aber: das Songwriting klingt noch um Lichtjahre uninspirierter und unmotivierter wie bei... na? A Camp! Ich nenne es ab jetzt also das A Camp-Syndrom, jawohl! Und dieses lässt sich durch folgende Punkte diagnostizieren: 

  • Lustlosigkeit
  • Langeweile
  • Monotonie
  • Vorhersehbarkeit

Welches beim Hörer unweigerlich zu Ansteckungen mit folgenden Symptomen (in dieser Reihenfolge) führt:

  • Ungeduld
  • Gähnanfälle
  • Glasiger Blick
  • Vorspulen und Hoffen auf spannendere Momente (begleitet von erneutem Gähnen)
  • Feststellen, dass das Album bereits durch ist und nichts, aber auch wirklich gar nichts passiert
  • Vergessen

Weitere Schritte überlasse ich euch. Falls ihr doch noch einen weiteren Gedanken an die CD verschwenden solltet: sie eurem Hund als Frisbee anbieten wäre zum Beispiel eine gute Idee. Oder ein Laufrad für Hamster basteln. Oder so einen Untersetzer für Gläser gegen fiese Wasserflecken auf dem guten Holztisch draus fertigen - bald ist ja auch Muttertag. Mir fiele da noch so einiges ein, das erheblich besser wäre, als nochmal das Ganze anzuhören. Da hilft leider auch kein Duett mit Michael Stipe weiter, obwohl ich dabei ja noch kurz aufhorchte, bevor ich wieder in Morpheus' Ebenen abtauchte. Gegen diese CD ist selbst das Plätschern eines Gebirgsbachs purer Death Metal.

 
Ich gebe ihr mal gut gemeinte 2 von 5 Sternen, weil immerhin noch viel unfassbar schlimmere Musik da draußen lauert. Aber: solltet ihr erfreulich reich sein oder das dringende Bedürfnis verspüren, euch selbst in ein Wachkoma zu versetzen, nur zu.


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